Das Auto und die Umwelt

Das Auto – eine geniale Erfindung

Erfindung des AutomobilsWir sind mobil – die Erfindung des Autos hat das Leben von uns allen verändert und vor allem bereichert. Ein großes Stück Freiheit, die freie Wahl des Wohnortes oder des Arbeitsplatzes sowie natürlich das Reisen - heutzutage können wir schnell und unkompliziert überall hin! Auch ein preiswertes und massenhaftes Warenangebot ist durch diese Mobilität entstanden. Neben diesen ganzen Vorteilen tauchen allerdings auch Probleme, vor allem Umweltprobleme, auf – Emissionen, Ressourcenverbrauch und Lärm sind eine Folge dieser Mobilität. Die Anzahl der Fahrzeuge wächst kontinuierlich, jedes Fahrzeug produziert Emissionen. Internationale Abgasgesetzte und effiziente Technologien zur Verbrauchssenkung, zur Abgasreinigung oder zur elektrischen Unterstützung der Verbrennungsmotoren versuchen allerdings seit vielen Jahren die Umwelt zu entlasten.

Die Europäische Abgas – und CO² - Gesetzgebung

Die Europäische Abgas – und CO² - Gesetzgebung schreibt europaweit Richtlinien und Verordnungen zur Minderung von Luftschadstoffen vor. Diese gelten für alle motorisierten Fahrzeuge wie Pkw, Lkw, und Motorräder mit Otto- oder Dieselmotoren sowie für alle Geräte und Maschinen wie Baumaschinen, Schienenfahrzeuge, Traktoren und Binnenschiffe.
EU GesetzeDiese Richtlinien sind gegliedert nach den jeweiligen Klassen, Emissionsgrenzwerten in den Einheiten Gramm pro Kilometer (g/km) sowie Gramm pro Kilowattstunde (g/kWh). Die Richtlinien schreiben außerdem ausführlich die Prüfprozeduren der jeweiligen Fahrzeuge, Geräte oder Baumaschinen vor. Geplant ist es die CO²- Emissionen für alle neu zugelassenen Fahrzeuge ab dem Jahre 2020 auf maximal 95 g/km zu begrenzen, dieser Wert entspricht in etwa einem durchschnittlichen Verbrauch von 3,6 l Diesel bzw. 4,1 l Benzin.
Die EU hat ebenfalls weitergehende Informationen zu Vorschriften ab 2030 veröffentlicht. Diese zielen darauf hinaus den CO²-Ausstoß von Neuwagen bis 2025 um 15 %, bzw. bis 2030 sogar um 30 % zu verringern. Selbstverständlich spielt auch der Verkauf von Elektroautos in den Plänen eine große Rolle – dieser soll zukünftig konsequent unterstützt und ausgebaut werden.
Geplant ist ebenfalls der innovative Einsatz von gezielter Marktüberwachung. In dieser soll mit Hilfe von speziellen Verbrauchsmessgeräten in den Fahrzeugen, die CO² - Emission erfasst und ausgewertet werden. Die so gesammelten Daten werden der Öffentlichkeit unter Nennung der Fahrzeughersteller und deren tatsächlichen Emissionen zur Verfügung gestellt.

Der Klimaschutzplan 2050

Ende 2016 hat die Bundesregierung in ihrem Klimaschutzplan 2050 das Ziel formuliert, die Treibhausgasemissionen, welche durch Verkehr entstehen, bis zum Jahre 2050 um 80 – 95 % zu senken. Bedenkt man, dass für 60 % der Treibhausgasemissionen tatsächlich unser Pkw-Verkehr verantwortlich ist, werden mit den gesetzten CO²-Grenzwerten durchaus Potenziale zu Emissionsreduktion sichtbar.
Klimaschutz der ZukunftDer VCD (Verkehrsclub Deutschland) setzt sich weiter für noch mehr Minderung der CO²-Grenzwerte ein, denn nicht nur bei den Schadstoffen sondern auch beim Verbrauch und CO² - Ausstoß gibt es, wie wir es aus den Affären der vergangenen Jahre erfahren konnten, Unstimmigkeiten zwischen den Herstellerangaben und der Realität. So lag zum Beispiel der tatsächliche Verbrauch der Neufahrzeuge auf der Straße im Jahr 2016 im Schnitt bei 42 % über den angegebenen Herstellerangaben (Quelle Analyse des ICCT).
Somit sinkt die CO²-Emission von Neufahrzeugen zwar auf dem Papier deutlich, stockt aber in Wahrheit in den letzten 5 Jahren sehr. Abweichungen zwischen Herstellerangaben und Realität sind somit leider nicht auszuschließen, denn auch das Messverfahren der WLTP, kann zukünftige Abweichungen nicht verhindern, der WLTP beruht auf einem Rollenprüfstandstest. Umweltverbände wie der VCD fordert daher Realmessungen für den CO²-Ausstoß auf den Straßen einzuführen, diese würden die Transparenz für den Verbraucher deutlich erhöhen und könnten weiter als Basis der CO²-Gesetzgebung dienen.

Das Diesel-Fahrverbot

Im Frühjahr 2018 hat das Bundesverwaltungsgericht Fahrverbote für Dieselkraftfahrzeuge erlaubt. Das hat eine Welle der Begeisterung und andererseits der Entgeisterung ausgelöst. Das Ziel ist weniger Umweltbelastung – das wird hier gespalten gesehen und oft auch kritisiert. Fahrverbote für Dieselfahrzeuge in Innenstädten sorgen für bessere Luft in der Stadt, allerdings sind diese Dieselfahrzeuge keinesfalls einzig und allein für Feinstaub und Stickoxide verantwortlich. In großen Hafenstädten wie Hamburg zum Beispiel verursachen große Schiffe wesentlich mehr Schadstoffe als der Straßenverkehr. Die Konzentration an Stickoxiden in deutschen Großstädten ist seit 1990 deutlich gesunken, was nicht zuletzt an der Verbesserung der Dieseltechnologie liegt. Das Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in den Städten gefährdet die Handwerksbetriebe und viele Jobs sowie die soziale Nachhaltigkeit. Fahrzeugbesitzer mit älteren Pkws, die oft Geringverdiener sind, sind davon besonders betroffen, wenn nur noch neue Fahrzeuge in der Stadt fahren dürfen.
Diesel Fahrverbote BerlinDie Stadt Frankfurt muss ein Fahrverbot für Dieselfahrzeuge einführen. Deshalb wird es in Frankfurt voraussichtlich ab Februar 2019 ein Fahrverbot für Dieselfahrzeuge der Norm Euro 4 und älter geben. Weiter betroffen sind Benzin-Autos der Norm Euro 1 u. 2. Für Diesel-Autos mit der Norm Euro 5 wird das Fahrverbot dann ab Herbst 2019 gelten. In Stuttgart wird das Dieselfahrverbot ab Anfang 2019 gelten, wobei im gesamten Stadtgebiet Dieselfahrzeuge der Abgasnorm Euro 4/IV und schlechter nicht mehr fahren werden dürfen. Das Fahrverbot gilt ab Januar für auswärtige Fahrzeuge und ab April dann auch für Stuttgarter. Fahrzeuge der Norm 5 können erstmal 2019 weiter in der Stadt fahren. Über Verschärfungen solle zu einem späteren Zeitpunkt diskutiert werden. In Hamburg ist am 01.06.2018 das erste Dieselfahrverbot für die Max-Brauer-Allee und die Stresenmannstraße in Kraft getreten. Von den Diesel-Fahrverboten betroffen sind ungefähr 168.000 ältere Diesel-Fahrzeuge. Für Anwohner, aber auch Rettungsdienste und Gewerbetreibende gibt es Ausnahmegenehmigungen. Für das Ignorieren der Einfahrtsbeschränkungen werden Bußgelder in Höhe von € 25 - € 75 verhängt.

Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig hat Fahrverbote für Dieselfahrzeuge der Abgasnorm 5 auf Straßenabschnitten oder einzelnen Straßen erlaubt. In Zukunft kann es passieren, dass Benzin - Pkws mit Abgasnorm Euro 2 oder schlechter (Erstzulassung vor dem Jahr 2001) ebenfalls verboten werden. Insgesamt wurden in ca. 70 deutschen Städten die Stickoxidgrenzwerte überschritten, bislang wurden nur für Hamburg, Stuttgart und Frankfurt Diesel-Fahrverbote verhängt.

Derzeit gibt es leider noch keine zugelassene Nachrüstmöglichkeit zur Reduzierung der NOx-Emissionen. Aktuell werden verschiedene Systeme getestet, dies erfordert noch Entwicklungszeit und vor allem die Unterstützung der Automobilhersteller.

Emissionsarme Mobilität - was beachten beim Autokauf?

Wer momentan mit dem Gedanken spielt ein neues Auto anzuschaffen wird mit vielen Fragen rund um Klimaschutz, CO² Einsparung, und vielen weiteren Fragen konfrontiert, die es teilweise richtig in sich haben. Hier und da gibt es zu vielen Themenbereichen verschiedene Meinungen. Wer zusätzlich plant ein Auto mit einem Dieselmotor fahren zu wollen, sollte beim Kauf des Fahrzeugs folgende wichtige Punkte beachten:

  •  Stellen Sie sich als erstes die Frage – „Lohnt sich ein Dieselfahrzeug für mich?
    Hierbei gilt es neben den günstigeren Dieseltreibstoff noch ein paar weitere Dinge wie Kosten der Versicherung, Reparaturen eines Diesels vs. eines Benziners, zu beachten. Je nach Fahrzeug wird es in der Regel frühestens ab einer jährlichen Laufleistung von ca. 12.000 KM aus Kostensicht interessant, liegen Sie darunter empfehlen wir ein Fahrzeug mit Benzin-Motor.

  • Ihr zukünftiges Diesel-Auto sollte den Abgasstandard Euro 6 d TEMP bzw. Euro 6d erfüllen. Diese im Jahr 2017 eingeführte Abgasstufe regelt den Stickoxid- und Feinstaubpartikel-Ausstoß des Fahrzeugs auch unter realen Bedingungen. Dieser verpflichtende Praxistest des Fahrzeugs, bei welchem der Abgas-Ausstoß maximal das 2,1-fache des Laborwertes betragen darf, schiebt den in den vergangenen Jahren bekannt gewordenen Schummeleien, einen Riegel vor. Euro 6 Fahrzeuge erfüllen somit alle derzeitigen Emissionsnormen und werden aller Voraussicht nach, zumindest in den nächsten Jahren nicht vom Diesel-Fahrverbot betroffen sein.

    Ab 2021 könnte es jedoch wieder etwas anders aussehen, denn spätestens dann wird mit einer weiteren Anpassung der Emissions-Grenzwerte gerechnet. Die realen Stickoxidwerte dürfen ab diesem Zeitpunkt nur noch das 1,5-fache des Laborwertes betragen was wiederum durchaus eine weitere Welle von Diesel-Fahrverboten nach sich ziehen könnte.

Möchten Sie weitere Informationen zum Thema emissionsarme Mobilität oder sind Sie am Kauf eines Fahrzeugs mit der neusten Abgasnorm EURO 6d Interessiert?

Das Autofabrik-Bodensee Team freut sich auf Ihren Besuch!

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 Vom Telefonat vor dem Kauf, bis zur ausführlichen Fahrzeugübergabe gibt es nur Positives über die Auto Fabrik Bodensee. Sehr freundliche Mitarbeiter, gute Ausstattung beim Fahrzeug, was sich bei einem deutschen Vertragshändler .... 

Frau Anja J.

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*Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem 'Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen' entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der Deutsche Automobil Treuhand GmbH (DAT), Hellmuth-Hirth-Straße 1, 73760 Ostfildern-Scharnhausen bzw. im Internet unter www.dat.de/co2/ unentgeltlich erhältlich ist.
Ab dem 1. September 2017 werden bestimmte Neuwagen nach dem weltweit harmonisierten Prüfverfahren für Personenwagen und leichte Nutzfahrzeuge (World Harmonised Light Vehicle Test Procedure, WLTP), einem neuen, realistischeren Prüfverfahren zur Messung des Kraftstoffverbrauchs und der CO2-Emissionen, typgenehmigt. Ab dem 1. September 2018 wird das WLTP den neuen europäischen Fahrzyklus (NEFZ), das derzeitige Prüfverfahren, ersetzen. Wegen der realistischeren Prüfbedingungen sind die nach dem WLTP gemessenen Kraftstoffverbrauchs- und CO2-Emissionswerte in vielen Fällen höher als die nach dem NEFZ gemessenen.

1 Ehemaliger Neupreis (Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers am Tag der Erstzulassung).
Der errechnete Preisvorteil sowie die angegebene Ersparnis errechnet sich gegenüber der ehemaligen unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers am Tag der Erstzulassung (Neupreis).

Es gelten die Allgemeinen AGB der ZDK.